Samsung verkauft sein neues Galaxy Z Fold 8 Ultra seit dem 7. August 2026 offiziell in Deutschland. Das faltbare Spitzenmodell startet mit einer UVP von 2.199 Euro und richtet sich damit klar an Käufer, die Smartphone und kleines Tablet in einem Gerät kombinieren wollen. Trotz des großen 8-Zoll-Innendisplays wiegt das Foldable 215 Gramm und misst geöffnet nur 4,1 Millimeter in der Tiefe, die monrose.de berichtet mit theguardian.com.
Im Vergleich zum Galaxy Z Fold 7 setzt Samsung weniger auf einen kompletten Neustart als auf gezielte Verbesserungen. Der Akku wächst auf 5.000 mAh, das Hauptdisplay wird heller und höher aufgelöst, die Ultraweitwinkelkamera erhält einen 50-MP-Sensor und im Inneren arbeitet Qualcomms aktueller Spitzenchip. Genau diese Kombination macht das Gerät technisch interessanter als der eher ähnliche äußere Eindruck zunächst vermuten lässt.
Galaxy Z Fold 8 Ultra kostet in Deutschland ab 2.199 Euro
Der Preis in Deutschland beginnt offiziell bei 2.199 Euro. Damit kostet das Ultra zum Marktstart 200 Euro mehr als das ebenfalls neue Galaxy Z Fold 8, dessen UVP bei 1.999 Euro liegt. Samsung bietet das Ultra in Graphite, Cream und Violet Shadow an, die Farbe Green Shadow ist als Online-Variante vorgesehen.

Das ist selbst für ein Premium-Smartphone eine hohe Einstiegshürde. Käufer zahlen allerdings nicht nur für Rechenleistung oder Kamera-Hardware, sondern vor allem für den faltbaren Formfaktor. Geschlossen funktioniert das Smartphone mit seinem 6,5-Zoll-Frontdisplay weitgehend wie ein klassisches Topmodell. Aufgeklappt entsteht eine 8 Zoll große Arbeitsfläche, auf der mehrere Apps gleichzeitig sinnvoll Platz finden.
Die Preispositionierung zeigt damit auch, wo Samsung die Ultra-Version einordnet. Sie soll keinen günstigen Einstieg in Foldables bieten, sondern möglichst viele Eigenschaften eines normalen Flaggschiffs mit einem kompakten Tablet kombinieren.
Technisch ergibt das Ultra-Konzept vor allem für Nutzer Sinn, die das große Innendisplay täglich einsetzen. Wer das Gerät überwiegend geschlossen verwendet, bezahlt einen erheblichen Aufpreis für eine Funktion, die im Alltag nur selten genutzt wird.
8-Zoll-Display wird heller und besser für draußen
Das äußere Display misst 6,5 Zoll und löst mit 2.520 × 1.080 Pixeln auf. Innen verbaut Samsung ein 8-Zoll-Hauptdisplay mit 2.504 × 2.256 Pixeln. Beide Dynamic-AMOLED-2X-Bildschirme erreichen eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.
Eine relevante Verbesserung betrifft die Helligkeit. Das Hauptdisplay erreicht laut Samsung punktuell bis zu 3.000 Nits, beim Fold 7 waren es bis zu 2.600 Nits. Dazu kommt eine Anti-Reflexions-Beschichtung, die Spiegelungen reduzieren soll. Gerade ein Foldable mit großem Innendisplay profitiert davon, weil Lesen, Navigation und Arbeiten im Freien zu den typischen Einsatzgebieten gehören.
Auch die Falz in der Mitte wurde weiter bearbeitet. Vollständig verschwunden ist sie konstruktionsbedingt nicht. Bei eingeschaltetem Bildschirm tritt sie weniger in den Vordergrund, während sie bei bestimmten Blickwinkeln oder beim Darüberstreichen weiterhin wahrnehmbar bleibt.
Das Fold 8 Ultra möchte nicht nur ein Smartphone sein, das sich aufklappen lässt. Der größere Nutzen entsteht erst dann, wenn Anwendungen tatsächlich auf der zusätzlichen Fläche nebeneinander laufen. Für Nachrichten, Dokumente, Webseiten und längere Texte ist dieser Unterschied im Alltag deutlich spürbarer als bei kurzen Smartphone-Aufgaben.
Videos profitieren ebenfalls von der Displaygröße, nutzen das nahezu quadratische Format allerdings nicht immer vollständig. Bei klassischen Breitbildinhalten entstehen deshalb größere schwarze Bereiche oberhalb und unterhalb des Videos.
Snapdragon 8 Elite Gen 5 bringt mehr Leistung
Samsung setzt auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Die speziell angepasste Qualcomm-Plattform soll gegenüber dem Fold 7 unter anderem 16 Prozent mehr CPU-Leistung, 15 Prozent mehr Grafikleistung und 21 Prozent mehr NPU-Leistung für AI-Aufgaben bieten.
Je nach Speichervariante stehen 12 oder 16 GB RAM zur Verfügung. Die Versionen mit 256 und 512 GB Speicher kombinieren 12 GB Arbeitsspeicher, während das 1-TB-Modell mit 16 GB RAM ausgestattet ist. Eine Speicherkarte lässt sich nicht einsetzen.
Damit ist die Hardware klar auf parallele Anwendungen ausgelegt. Das ist bei einem Foldable wichtiger als reine Benchmark-Werte, weil der große Bildschirm häufiger für mehrere Programme gleichzeitig genutzt wird.
Zu den typischen Einsatzmöglichkeiten gehören:
- Browser und Messenger parallel öffnen
- Dokumente neben E-Mails bearbeiten
- Videos ansehen und gleichzeitig Nachrichten beantworten
- Kartenansicht und Reiseinformationen nebeneinander verwenden
- mehrere Anwendungen in geteilten Fenstern organisieren
- zusätzliche Apps als schwebende Fenster über dem Hauptbildschirm anzeigen
Bei hoher Dauerlast bleibt allerdings auch ein leistungsstarker Mobilchip nicht ohne Auswirkungen auf Energieverbrauch und Wärmeentwicklung. Spiele, Videoaufnahme und mehrere AI-Funktionen gleichzeitig belasten den Akku deutlich stärker als Surfen oder Messaging.
5.000-mAh-Akku ist eine der wichtigsten Neuerungen
Beim Vorgänger gehörte die Akkukapazität zu den Punkten, bei denen Samsung trotz des großen Displays zurückhaltend blieb. 2026 steigt sie auf 5.000 mAh. Das Fold 7 kam noch mit 4.400 mAh aus.
Samsung nennt bis zu 27 Stunden Videowiedergabe. Geladen wird kabelgebunden mit maximal 45 Watt, womit das Smartphone laut Hersteller unter geeigneten Bedingungen in etwa 67 Minuten vollständig geladen werden kann. Kabelloses Laden wird ebenfalls unterstützt.
In gemischter Nutzung kann die größere Kapazität einen spürbaren Unterschied machen. Wer hauptsächlich Nachrichten liest, surft, fotografiert und das Gerät zwischendurch geschlossen nutzt, muss nicht zwangsläufig jeden Abend zur Steckdose greifen. Lange Gaming-Sitzungen, Navigation über 5G oder dauerhaft hohe Displayhelligkeit verändern dieses Bild deutlich.
Für ein Foldable ist die größere Batterie wichtiger als ein kleiner Zuwachs bei der Spitzenleistung. Zwei Displays und intensives Multitasking erzeugen einen Energiebedarf, bei dem zusätzliche Kapazität im Alltag unmittelbar auffällt.
Ein Netzteil gehört nicht zum normalen Lieferumfang. Wer die maximale kabelgebundene Ladeleistung nutzen möchte, benötigt daher ein kompatibles USB-PD-Ladegerät.
200-MP-Kamera trifft auf deutlich besseres Ultraweitwinkel
Die Hauptkamera bleibt bei 200 Megapixeln mit optischer Bildstabilisierung. Neu und interessanter ist die 200-MP-Kamera deshalb nicht allein wegen ihrer hohen Auflösung, sondern im Zusammenspiel mit dem überarbeiteten Ultraweitwinkel.
Samsung erhöht dessen Auflösung von 12 auf 50 Megapixel. Die Kamera besitzt Autofokus und kann dadurch auch für detailreiche Nahaufnahmen eingesetzt werden. Laut Hersteller soll sie bei wenig Licht deutlich mehr Helligkeit erfassen als die entsprechende Kamera des Fold 7.
Daneben bleibt ein 10-MP-Teleobjektiv mit dreifacher optischer Vergrößerung. Genau hier liegt weiterhin eine Grenze des Kamerasystems. Während Haupt- und Ultraweitwinkelkamera auf Flaggschiff-Niveau positioniert sind, fällt das Teleobjektiv gegenüber spezialisierten Kamera-Smartphones weniger ambitioniert aus.
Das rückseitige System besteht damit aus:
- 200-MP-Weitwinkelkamera mit OIS
- 50-MP-Ultraweitwinkelkamera mit Autofokus
- 10-MP-Telekamera mit 3-fach optischer Vergrößerung
Dazu kommen zwei 10-MP-Kameras für Selfies und Videoanrufe, jeweils eine am äußeren und eine am inneren Display.
Für Fotografen bietet der faltbare Aufbau einen zusätzlichen Vorteil. Das Smartphone kann teilweise geöffnet abgestellt werden, wodurch Aufnahmen ohne klassisches Stativ möglich sind. Gleichzeitig lässt sich das große Display für Vorschau und Bildbearbeitung nutzen.
Android 17 und One UI 9 nutzen den faltbaren Bildschirm
Ab Werk läuft das Smartphone mit Android 17 und One UI 9. Samsung hat seine Oberfläche über mehrere Fold-Generationen an den Wechsel zwischen kleinem und großem Display angepasst.
Apps können nebeneinander geöffnet werden, während zusätzliche Programme in Fenstern darüber liegen können. Bei halb geöffnetem Gerät verändert der Flex-Modus bei unterstützten Apps die Aufteilung des Bildschirms. Außerdem lässt sich festlegen, ob eine Anwendung nach dem Zuklappen auf dem Frontdisplay weiterlaufen soll.

Die Software ist damit einer der entscheidenden Punkte bei der Bewertung des Geräts. Ein großes faltbares Display bringt wenig, wenn Anwendungen lediglich vergrößert dargestellt werden. Die Stärke des Fold-Konzepts liegt vielmehr darin, zwei oder mehr Aufgaben gleichzeitig sichtbar zu halten.
Auch Galaxy AI und Google Gemini sind tief in die Oberfläche eingebunden. Funktionen wie Now Nudge sollen aus dem aktuellen Kontext mögliche nächste Aktionen ableiten. Samsung verspricht für das Modell sieben Generationen von Betriebssystem-Updates und sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Die Hardware allein erklärt den hohen Preis deshalb nur teilweise. Bei einem Foldable entscheidet die Software darüber, ob aus einem großen Bildschirm tatsächlich ein produktives Werkzeug wird. Samsung hat hier den Vorteil einer inzwischen über mehrere Generationen weiterentwickelten Fold-Oberfläche.
Dünnes Gehäuse, aber weiterhin typische Foldable-Nachteile
Geschlossen misst das Galaxy Z Fold 8 Ultra 158,4 × 72,8 × 8,9 Millimeter. Geöffnet sind es 158,4 × 143,2 × 4,1 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 215 Gramm. Damit fühlt sich das Gerät geschlossen eher wie ein großes normales Smartphone an als wie zwei aufeinanderliegende Telefone.
Samsung verwendet einen Armor-Aluminum-Rahmen, Gorilla Glass Ceramic 3 auf der Vorderseite und Gorilla Glass Victus 2 auf der Rückseite. Die IP48-Klassifizierung bietet Schutz gegen Wasser und bestimmte feste Fremdkörper, macht das Smartphone aber nicht vollständig staubdicht.
Gerade feiner Sand und Staub bleiben deshalb bei einem faltbaren Mechanismus ein Punkt, mit dem vorsichtiger umgegangen werden sollte als bei einem klassischen Smartphone ohne bewegliches Scharnier.
Das flexible Innendisplay benötigt ebenfalls mehr Sorgfalt. Seine Oberfläche kann konstruktionsbedingt nicht dieselbe Härte wie konventionelles Smartphone-Glas erreichen. Reparaturen an einem solchen Display gehören zudem zu den teuersten möglichen Schäden eines Foldables.
Was sich gegenüber dem Galaxy Z Fold 7 geändert hat
Von außen sind Fold 8 Ultra und Fold 7 erstaunlich ähnlich. Die entscheidenden Unterschiede sitzen hauptsächlich im Inneren und beim Display.
Das Ultra bringt einen 5.000-mAh-Akku statt 4.400 mAh, lädt mit bis zu 45 statt 25 Watt und verwendet den neueren Snapdragon-Chip. Das Hauptdisplay erreicht 3.000 statt 2.600 Nits Spitzenhelligkeit. Die Ultraweitwinkelkamera springt von 12 auf 50 Megapixel. Samsung erhöht zudem die Auflösung des Innendisplays und stattet es mit einer Anti-Reflexions-Schicht aus.
Wer bereits ein Fold 7 besitzt, bekommt also kein völlig anderes Smartphone. Der Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn längere Akkulaufzeit, schnelleres Laden und die bessere Ultraweitwinkelkamera regelmäßig genutzt werden.
Für Besitzer deutlich älterer Fold-Generationen fällt der Technologiesprung größer aus. Dünneres Gehäuse, geringeres Gewicht, bessere Kameras, hellere Displays und die ausgereiftere Software verändern die Alltagserfahrung stärker.
Stärken und Schwächen des Galaxy Z Fold 8 Ultra
Die wichtigsten Pluspunkte liegen beim Zusammenspiel aus großem Bildschirm und alltagstauglichem geschlossenem Format. Dazu kommen die höhere Akkukapazität und eine Kameraausstattung, die näher an klassische Top-Smartphones heranrückt.
Auf der positiven Seite stehen:
- sehr großes und helles 8-Zoll-OLED-Display
- schmaler Formfaktor im geschlossenen Zustand
- hohe Leistung für Multitasking
- 5.000-mAh-Akku und schnelleres Laden
- starke 200-MP-Hauptkamera
- deutlich verbessertes 50-MP-Ultraweitwinkel
- umfangreiche Foldable-Funktionen in One UI 9
- lange Software-Unterstützung
Dem stehen mehrere Nachteile gegenüber:
- sehr hoher Einstiegspreis von 2.199 Euro
- flexibles Innendisplay bleibt empfindlicher als klassisches Glas
- keine vollständige Staubdichtigkeit
- Telekamera nur mit dreifacher optischer Vergrößerung
- hoher Reparaturaufwand bei Displayschäden
- gegenüber dem Fold 7 äußerlich nur geringe Veränderungen
Für wen lohnt sich das Samsung Foldable?
Das Fold 8 Ultra ist vor allem für Nutzer interessant, die das Innendisplay regelmäßig für Arbeit, Lesen, Multitasking oder Medien verwenden. Dann ersetzt die zusätzliche Bildschirmfläche in manchen Situationen tatsächlich ein kleines Tablet.
Für Käufer, die hauptsächlich Messenger, soziale Netzwerke, Kamera und klassische Smartphone-Apps nutzen, ist der Mehrwert wesentlich kleiner. Ein normales Premium-Smartphone bietet ähnliche Rechenleistung und teilweise stärkere Telekameras für deutlich weniger Geld.
Mit einer deutschen UVP von 2.199 Euro bleibt das Galaxy Z Fold 8 Ultra daher ein Luxusgerät. Samsung liefert dafür 2026 einen größeren Akku, ein helleres 8-Zoll-Display, eine verbesserte Ultraweitwinkelkamera und aktuelle Spitzenhardware, ohne das bewährte Fold-Konzept grundlegend umzubauen. Wer genau dieses Zusammenspiel aus Smartphone und Tablet sucht, bekommt eines der technisch umfangreichsten Samsung-Modelle des Jahres.