Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen

Zwei Bratwurst-Produkte der Lidl-Marke Metzgerfrisch werden bundesweit zurückgerufen. In einzelnen Packungen könnten sich rote Kunststofffremdkörper befinden. Kunden können die betroffene Ware auch ohne Kassenbon zurückgeben.

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Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen

Bei Lidl läuft ein neuer Lebensmittelrückruf. Die SB-Convenience GmbH nimmt zwei Bratwurst-Produkte der Eigenmarke Metzgerfrisch aus dem Verkehr, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich darin rote Kunststofffremdkörper befinden, die  monrose.de berichtet mit t-online.de.

Betroffen sind ausschließlich konkret bezeichnete Packungen mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten. Die Ware wurde bundesweit bei Lidl verkauft. Kunden, die eines dieser Produkte zu Hause haben, sollen die Bratwurst nicht mehr essen und können sie in einer Lidl-Filiale zurückgeben.

Lidl-Rückruf betrifft zwei Metzgerfrisch-Bratwürste

Der Lidl-Rückruf umfasst zwei Varianten der frischen groben Bratwurst aus dem Kühlregal. Entscheidend sind neben dem Produktnamen die Packungsgröße, das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Identitätskennzeichen.

Andere Artikel des Herstellers oder weitere Produkte der Marke Metzgerfrisch sind nach den vorliegenden Rückrufangaben nicht betroffen. Verbraucher müssen deshalb nicht pauschal alle Metzgerfrisch-Produkte aus ihrem Kühlschrank aussortieren.

Die betroffenen Produkte im Überblick:

ProduktPackungsgrößeMindesthaltbarkeitsdatumIdentitätskennzeichen
Metzgerfrisch Frische Grobe Bratwurst400 g15.09.2026DE NW 20028 EU
Metzgerfrisch Frische Grobe Bratwurst XXL1600 g13.09.2026DE NW 20028 EU

Wer eine Packung besitzt, sollte die Angaben auf dem Etikett sorgfältig mit der Tabelle vergleichen. Besonders das Mindesthaltbarkeitsdatum ist wichtig, weil nicht jede Packung der gleichen Produktlinie Teil des Rückrufs ist.

Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen
Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen

Die betroffene Bratwurst sollte weder gebraten noch gegrillt oder auf andere Weise weiterverarbeitet werden. Erhitzen beseitigt feste Kunststoffsplitter nicht zuverlässig. Deshalb ist die Rückgabe die sichere Lösung.

Warum die Bratwurst nicht gegessen werden sollte

Grund für den Rückruf ist die mögliche Verunreinigung mit Kunststoff. Nach Angaben zum Produktrückruf kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich rote Fremdkörper aus Kunststoff in einzelnen Packungen befinden.

Solche Fremdkörper sind nicht mit einem gewöhnlichen Qualitätsmangel vergleichbar. Harte oder scharfkantige Splitter können beim Kauen Verletzungen im Mund verursachen. Werden sie verschluckt, besteht je nach Größe und Form außerdem das Risiko von Verletzungen im Rachen oder Verdauungstrakt.

„Aufgrund der möglichen Verletzungsgefahr sollten die betroffenen Produkte nicht verzehrt werden.“

Damit unterscheidet sich dieser Rückruf beispielsweise von Fällen, bei denen lediglich Geschmack, Konsistenz oder ein falsch aufgedrucktes Datum beanstandet werden. Hier steht eine mögliche körperliche Verletzung im Vordergrund.

So erkennen Kunden die betroffenen Packungen

Am einfachsten lässt sich die Ware anhand von drei Merkmalen überprüfen. Der Produktname allein reicht nicht aus.

Verbraucher sollten auf folgende Angaben achten:

  • die Bezeichnung Metzgerfrisch Frische Grobe Bratwurst,
  • die Packungsgröße von 400 Gramm oder 1600 Gramm,
  • das jeweilige Mindesthaltbarkeitsdatum,
  • das Identitätskennzeichen DE NW 20028 EU.

Bei der 400-Gramm-Packung ist das Mindesthaltbarkeitsdatum 15.09.2026 relevant. Die XXL-Version mit 1600 Gramm ist betroffen, wenn auf der Verpackung das MHD 13.09.2026 steht.

Stimmen Produkt, Packungsgröße und Datum mit den Rückrufangaben überein, sollte die Ware nicht mehr verwendet werden. Es ist auch nicht sinnvoll, die Würste lediglich optisch zu kontrollieren und bei nicht sichtbaren Kunststoffteilen anschließend doch zu essen. Kleine Fremdkörper können übersehen werden.

Fachliche Einordnung aus Sicht der Lebensmittelsicherheit: Bei einem Rückruf wegen möglicher Fremdkörper sollte nicht versucht werden, das Produkt durch Aussortieren, Schneiden oder Erhitzen selbst „sicher“ zu machen. Die komplette betroffene Packung sollte aus dem Verzehr genommen werden.

Rückgabe bei Lidl ist auch ohne Kassenbon möglich

Für Kunden ist die Rückgabe unkompliziert. Betroffene Packungen können in allen Lidl-Filialen abgegeben werden.

Ein Kassenbon ist dafür nicht erforderlich. Der Kaufpreis wird auch dann erstattet, wenn der Einkaufsbeleg nicht mehr vorhanden ist. Verbraucher müssen die Ware also nicht wegwerfen und den finanziellen Verlust selbst tragen.

Praktisch empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Verpackung und MHD kontrollieren.
  2. Betroffene Bratwurst nicht mehr öffnen oder verzehren.
  3. Die Packung für den Transport möglichst geschlossen lassen.
  4. Das Produkt in einer Lidl-Filiale zurückgeben.
  5. Den Kaufpreis erstatten lassen.

Für Rückfragen steht Kunden zudem die Lidl-Hotline unter 00800 5435 5435 zur Verfügung.

Welche Metzgerfrisch-Produkte nicht betroffen sind

Der Rückruf ist ausdrücklich begrenzt. Nach Angaben des Unternehmens sind andere bei Lidl verkaufte Produkte der SB-Convenience GmbH nicht Teil der Warnung.

Auch weitere Artikel unter der Marke Metzgerfrisch können weiterhin verkauft beziehungsweise verwendet werden, sofern sie nicht mit den genannten Produktdaten übereinstimmen.

Das ist für Verbraucher relevant, weil Rückrufmeldungen in sozialen Netzwerken häufig stark verkürzt weitergegeben werden. Aus „zwei Bratwurst-Chargen werden zurückgerufen“ wird dann schnell die falsche Behauptung, sämtliche Wurstprodukte einer Marke seien unsicher.

Entscheidend ist deshalb nicht allein das Metzgerfrisch-Logo auf der Packung. Produktname, Gewicht und Mindesthaltbarkeitsdatum müssen zusammenpassen. Erst diese Kombination zeigt, ob eine Packung tatsächlich vom Rückruf betroffen ist.

Was tun, wenn die Bratwurst bereits gegessen wurde?

Wer von der betroffenen Bratwurst gegessen hat, muss nicht automatisch mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Der Rückruf bedeutet, dass Kunststofffremdkörper nicht ausgeschlossen werden können, nicht dass sich zwangsläufig in jeder Packung entsprechende Teile befinden.

Treten nach dem Verzehr jedoch Beschwerden auf, sollte die Situation ernst genommen werden. Das gilt insbesondere bei Verletzungen oder Schmerzen im Mund- und Rachenbereich, Problemen beim Schlucken, stärkeren Bauchschmerzen oder sichtbaren Blutungen.

Bei akuten oder starken Beschwerden ist medizinische Hilfe die richtige Anlaufstelle. Auch die Verpackung kann sinnvoll sein, falls später nachvollzogen werden muss, welches konkrete Produkt gegessen wurde.

Für Verbraucher gilt bei Fremdkörper-Rückrufen ein einfacher Grundsatz: Eine bereits gekaufte Packung muss nicht „aufgebraucht“ werden. Rückgabe und Erstattung sind deutlich sinnvoller als ein vermeidbares Gesundheitsrisiko.

Warum Kunststofffremdkörper problematisch sein können

Fremdkörper können während unterschiedlicher Produktions- oder Verpackungsschritte in Lebensmittel gelangen. Welche konkrete Ursache beim aktuellen Fall vorliegt, lässt sich aus der Rückrufmeldung nicht ableiten.

Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen
Kunststoffsplitter in der Bratwurst: Lidl ruft zwei Produkte aus der Kühltheke zurück – was Kunden jetzt wissen müssen

Bei Kunststoff hängt das mögliche Risiko stark von Größe, Härte und Form des Materials ab. Ein kleines weiches Teil verhält sich anders als ein harter, spitzer Splitter. Genau deshalb werden Lebensmittel zurückgerufen, wenn eine sichere Eingrenzung für Verbraucher nicht möglich ist.

Mögliche Folgen harter Fremdkörper können sein:

  • Schnittverletzungen an Lippen oder Zahnfleisch,
  • Verletzungen im Mund- und Rachenraum,
  • Beschwerden beim Schlucken,
  • Schäden an Zähnen,
  • in ungünstigen Fällen innere Verletzungen nach dem Verschlucken.

Die Warnung sollte daher auch dann beachtet werden, wenn die Würste später vollständig durchgegart würden. Das Erhitzen beseitigt das mechanische Risiko eines Kunststoffsplitters nicht.

Was Lidl-Kunden jetzt prüfen sollten

Wer in den vergangenen Tagen frische grobe Bratwurst der Marke Metzgerfrisch gekauft hat, sollte zunächst einen Blick in den Kühlschrank werfen. Relevant sind ausschließlich die 400-Gramm-Packung mit dem MHD 15.09.2026 und die 1600-Gramm-XXL-Packung mit dem MHD 13.09.2026 sowie dem Kennzeichen DE NW 20028 EU.

Die Produkte sollten nicht mehr gegessen werden. Eine Rückgabe ist bundesweit in Lidl-Filialen möglich, der Kassenbon wird für die Erstattung nicht benötigt.

Damit ist vor allem eine genaue Kontrolle der Verpackung entscheidend. Andere Metzgerfrisch-Produkte sind nach der Rückrufmeldung nicht betroffen, sodass Kunden nicht das gesamte Sortiment meiden müssen. Wer eine der beiden genannten Packungen besitzt, sollte sie jedoch konsequent aus dem Kühlschrank nehmen und zurückbringen.