Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update

Ubisoft erweitert Ghost Recon Wildlands mit Last Rites um eine neue Story-Mission, mehr Gameplay-Einstellungen, zusätzliche Ausrüstung und technische Verbesserungen für PS5 und PS5 Pro.

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Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update

Wildlands Last Rites ist ohne zusätzliche Kosten für PS4 und PS5 verfügbar und kombiniert neue Story-Inhalte mit technischen Verbesserungen sowie deutlich mehr Möglichkeiten, Regeln und Schwierigkeitsgrad selbst festzulegen, die  monrose.de berichtet mit playstation.com.

Im Mittelpunkt steht eine komplett neue Mission rund um den Kult Los Penitentes und dessen Anführerin La Llorona. Gleichzeitig richtet sich Ubisoft auffällig stark an langjährige Spieler, die Wildlands weniger als klassische Kampagne und mehr als taktische Sandbox, Koop-Spiel oder Mil-Sim nutzen.

Last Rites erweitert ein fast zehn Jahre altes Spiel

Ghost Recon Wildlands erschien lange vor der aktuellen Konsolengeneration. Trotzdem hat sich rund um das Spiel eine aktive Community gehalten, die weiterhin in das virtuelle Bolivien zurückkehrt.

Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update
Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update

Ein Grund dafür ist die ungewöhnlich offene Struktur. Missionen können auf unterschiedliche Weise angegangen werden, Teams lassen sich individuell ausstatten und gerade im Koop entstehen Situationen, die von Ubisoft nie als klassische Mission vorgesehen waren.

Live Strategy & Analytics Director Yossef Benzeghadi beschreibt Wildlands deshalb als Titel, dessen Community schon früh eigene Spielweisen entwickelte. Manche Gruppen gingen Missionen wie militärische Simulationen an, andere erfanden zusätzliche Regeln und Herausforderungen.

„Wildlands ist ein echtes Juwel innerhalb der Ghost Recon-Community.“

Diese Spielergruppe hatte großen Einfluss auf das Last-Rites-Update. Ubisoft Bordeaux hat mehrere Systeme ergänzt, die weniger neue Inhalte liefern, dafür aber vorhandene Mechaniken viel stärker anpassbar machen.

Wildlands soll mit Last Rites nicht plötzlich zu einem anderen Spiel werden. Das Update erweitert vielmehr genau jene Freiheiten, wegen denen viele Fans über Jahre geblieben sind. Besonders deutlich wird das bei den neuen Ghost-, Welt- und Sitzungseinstellungen.

4K und 60 FPS auf PS5 und PS5 Pro

Eine der sichtbarsten Neuerungen betrifft die Technik. Ghost Recon Wildlands unterstützt nach dem Update auf PS5 und PS5 Pro 4K und 60 FPS.

Gerade bei einem taktischen Third-Person-Shooter ist die höhere Bildrate mehr als eine kosmetische Verbesserung. Kamerabewegungen wirken flüssiger, schnelle Gefechte lassen sich leichter verfolgen und auch beim präzisen Zielen reagiert das Spiel angenehmer.

Die PS4-Version erhält ebenfalls Last Rites und seine neuen Inhalte. Die technischen Verbesserungen mit 4K und 60 Bildern pro Sekunde beziehen sich dagegen auf PS5 und PS5 Pro.

NeuerungPS4PS5 / PS5 Pro
Last-Rites-Story-MissionJaJa
Neue Gameplay-OptionenJaJa
Neue AnpassungsinhalteJaJa
Predator-MissionJaJa
60 FPSNeinJa
4K-UnterstützungNeinJa

Damit eignet sich das Update auch als Anlass für Spieler, die Wildlands zwar besitzen, es auf einer aktuellen Konsole aber bislang nicht erneut begonnen haben.

Ghost-Parameter verändern die Spielregeln

Die vielleicht interessanteste Neuerung steckt nicht in der Grafik, sondern im Optionsmenü. Ubisoft führt neue Ghost-Parameter ein, mit denen sich zentrale Regeln eines Einsatzes verändern lassen.

Spieler können unter anderem bestimmen, ob bereits ein Treffer tödlich endet. Auch unbegrenzte Wiederbelebungen lassen sich aktivieren. Darüber hinaus kann festgelegt werden, ob ein Ghost eine oder zwei Primärwaffen trägt.

Selbst der Umgang mit Munition wird anpassbar. Wer ein Magazin vorzeitig wechselt, kann entscheiden, ob die darin verbliebenen Patronen erhalten bleiben oder verloren gehen.

Das ermöglicht sehr unterschiedliche Spielstile:

  • besonders harte Mil-Sim-Sessions mit sofortigem Tod;
  • zugänglichere Koop-Runden mit unbegrenzten Wiederbelebungen;
  • realistischere Ausrüstung mit nur einer Primärwaffe;
  • strengere Munitionsverwaltung;
  • bewusst vereinfachte Regeln für Story-Spieler.

Damit muss sich die gesamte Gruppe weniger stark an eine von Ubisoft vorgegebene Schwierigkeitsstufe halten. Eine Koop-Runde kann stattdessen ihre eigenen Regeln zusammenstellen.

Creative Director Olivier Leonardi zufolge wurden Community-Wünsche danach bewertet, wie stark sie das Spielerlebnis beeinflussen und wie gut sie zu unterschiedlichen Spielertypen passen.

Wetter, Tageszeit und Patrouillen lassen sich steuern

Noch weiter gehen die neuen Welt- und Sitzungseinstellungen. Über die Lobby können Spieler mehrere Bedingungen beeinflussen, die bislang ein fester Bestandteil der offenen Spielwelt waren.

Dazu gehören Wetter und Tageszeit. Wer eine Infiltration ausschließlich nachts durchführen möchte, erhält dadurch mehr Kontrolle über die Ausgangslage.

Auch Systeme, die direkten Einfluss auf die Schwierigkeit haben, lassen sich verändern. Feindliche Patrouillen können häufiger oder seltener auftreten, Störsender und Alarmmechaniken lassen sich anpassen.

Im Koop kommt eine besonders interessante Option hinzu: Friendly Fire.

Damit können Teammitglieder einander tatsächlich verletzen. Für gewöhnliche Koop-Runden dürfte das eher eine zusätzliche Gefahr sein, für Rollenspielgruppen öffnet es jedoch neue Möglichkeiten für Mil-Sim-Szenarien oder improvisierte PvP-Situationen.

Zusätzlich hat Ubisoft bestehende Menüs erweitert. HUD und Benutzeroberfläche können stärker angepasst werden, während weitere Regler unter anderem die Wahrnehmung der Gegner, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit von Fahrzeugen beeinflussen.

Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update
Last Rites für Ghost Recon Wildlands ist da: Das steckt im kostenlosen Update

Neue Story führt in das Gebiet von Los Penitentes

Neben den Sandbox-Systemen enthält Last Rites eine neue lineare Mission. Sie kann direkt gestartet werden und setzt erneut auf Nomad und die Ghosts.

Dieses Mal verschlägt es das Team in eine Region, die von Los Penitentes kontrolliert wird. Die Gruppierung ist kein gewöhnliches Kartell, sondern ein fanatischer Kult, der religiöse Vorstellungen mit Gewalt und einem radikalen Verständnis von Gerechtigkeit verbindet.

Seine Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft. Gemeinsam ist ihnen die bedingungslose Loyalität gegenüber La Llorona.

Zu Beginn wirkt der Auftrag laut Ubisoft noch wie eine typische Operation der Ghosts. Danach verändert sich die Atmosphäre. Aus der bekannten bolivianischen Umgebung wird ein zunehmend bedrohlicher Schauplatz, in dem die Grenzen zwischen Gegnern, Opfern und Verantwortlichen weniger eindeutig werden.

Dokumente und Audioaufnahmen in der Spielwelt liefern zusätzliche Informationen. Sie erklären, warum Los Penitentes entstanden sind und welche Bedeutung La Llorona für ihre Anhänger besitzt.

La Llorona wird zur neuen Gegenspielerin

Mit La Llorona führt Ubisoft eine Figur ein, die bewusst nicht als einfacher Boss angelegt wurde.

In der Geschichte wird sie von ihren Anhängern beinahe wie eine wiedergekehrte Heilige verehrt. Mitglieder von Los Penitentes tragen Masken und geben damit symbolisch einen Teil ihrer eigenen Identität auf.

Ihre Anführerin verlangt vollständigen Gehorsam und richtet ihre Vergeltung gegen Menschen und Institutionen, die sie für ihr früheres Schicksal verantwortlich macht. Dazu gehören insbesondere Teile der korrupten bolivianischen Regierung und deren bewaffneter Arm Unidad.

Leonardi beschreibt die Figur als von Verrat und persönlichem Verlust geprägt. Ihre Gewalt entsteht aus dem Versuch, Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen.

La Lloronas Rache richtet sich nicht nur gegen ihre Gegner. Für die Figur ist sie zugleich ein Mittel, ihrem eigenen Schmerz eine Bedeutung zu geben.

Ein zentraler Story-Moment findet in Vargas Villa statt. Dort begegnet Nomad La Llorona mit ihrer charakteristischen Maske der weinenden Witwe und stößt auf Informationen, die seine bisherige Sicht auf den Einsatz verändern.

Die Predator-Mission kehrt zurück

Für langjährige Wildlands-Fans enthält Last Rites noch eine zweite große Überraschung. Die zeitweise entfernte Predator-Mission The Jungle Moved ist wieder spielbar.

Die ursprüngliche Mission wurde in der Community vor allem wegen ihres ungewöhnlichen Aufbaus bekannt. Statt gegen gewöhnliche Kartellmitglieder oder Unidad-Soldaten anzutreten, mussten Spieler einen Predator in einem dichten Dschungelgebiet aufspüren und schließlich im direkten Kampf besiegen.

Ubisoft hat den grundlegenden Ablauf nicht neu gestaltet. Die Mission soll bewusst möglichst nah an der ursprünglichen Version bleiben.

Gestartet wird sie in der Provinz Caimanes innerhalb der Hauptkampagne.

Wer The Jungle Moved abschließt, kann die Predator-Bio-Maske mitsamt Wärmesicht freischalten. Frühere Belohnungen aus Predator-Herausforderungen, darunter die passende Gesichtsbemalung, werden ebenfalls wieder verfügbar.

Auf PS5 profitiert auch dieser Bosskampf von der höheren Bildrate. Angriffe lassen sich bei 60 FPS flüssiger verfolgen, einfacher wird die Begegnung dadurch allerdings nicht automatisch.

Viele Waffen und kosmetische Inhalte werden freigeschaltet

Ubisoft nutzt Last Rites außerdem, um einen großen Bestand älterer Inhalte wieder zugänglich zu machen. Spieler erhalten zusätzliche Möglichkeiten für Nomad und die KI-Teamkameraden.

Mehrere Waffen und Ausrüstungsgegenstände werden ohne zusätzliche Kosten freigeschaltet. Dazu gehören bisher unveröffentlichte Tarnmuster sowie Belohnungen aus früheren Challenges, die zwischenzeitlich nicht mehr erhältlich waren.

Auch die PvP-Komponente Ghost War wird berücksichtigt. Sämtliche Ghost-War-Klassen können nun zusammen mit zahlreichen weiteren Shop-Inhalten ohne zusätzliche Bezahlung freigeschaltet werden.

Zum 25-jährigen Jubiläum von Tom Clancy’s Ghost Recon kommen außerdem neue Gegenstände für Character Smith hinzu. Darunter befindet sich ein noch nicht vollständig enthüllter Operator-Skin, der nach Abschluss von Last Rites verfügbar wird.

PlayStation-Plus-Mitglieder erhalten darüber hinaus zusätzliche Inhalte. Dazu gehören ein Iconic Skin von La Llorona, die P416 Micteca und die Sonnenbrille 4-SHUR Blue Leader.

Warum Ubisoft so stark auf Rollenspieler setzt

Eine Besonderheit von Last Rites ist die Herkunft vieler neuer Funktionen. Die Entwickler orientierten sich nicht nur an aktuellem Feedback, sondern griffen auch auf Erkenntnisse aus der ursprünglichen Live-Phase von Wildlands zurück.

Schon damals fiel auf, dass ein Teil der Community die offene Welt anders nutzte als erwartet. Gruppen spielten selbst entworfene Mil-Sim-Einsätze, legten eigene Einsatzregeln fest oder versuchten, einzelne Missionen über Stunden möglichst realistisch abzuschließen.

Für Last Rites wurden solche Verhaltensweisen erneut untersucht. Zusätzlich sprach Ubisoft Bordeaux mit Community-Verantwortlichen und sortierte Rückmeldungen nach konkreten Themen.

Genau deshalb wirken Ghost-Parameter und Weltoptionen ungewöhnlich detailliert. Statt lediglich einen weiteren Schwierigkeitsgrad hinzuzufügen, gibt Ubisoft Spielern einzelne Stellschrauben.

Das verändert die Möglichkeiten erheblich. Eine Gruppe kann beispielsweise nachts spielen, Patrouillen erhöhen, Friendly Fire aktivieren, nur eine Primärwaffe erlauben und den Tod nach einem Treffer einschalten. Dieselbe Mission fühlt sich unter diesen Bedingungen völlig anders an als im normalen Modus.

Wildlands bekommt auch eine Definitive Edition

Ubisoft nutzt die Veröffentlichung zudem, um Ghost Recon Wildlands erneut für neue Spieler zu positionieren.

Das Basisspiel ist unter anderem über Ubisoft+ Classics verfügbar. Der Dienst kann separat genutzt werden und ist außerdem Bestandteil bestimmter PlayStation-Plus-Angebote.

Neben der Standard Edition wird eine neue Definitive Edition angeboten. Sie bündelt das Hauptspiel mit dem Season Pass und dem Year 2 Pass.

Enthalten sind zusätzlich mehrere Inhaltspakete:

  1. Quick Start
  2. Deluxe
  3. Nightfall Protocol
  4. Cold Eye

Bestehende Besitzer erhalten zudem eine Möglichkeit zum Upgrade auf die Definitive Edition.

Damit richtet sich Last Rites gleichzeitig an zwei Gruppen. Veteranen bekommen neue Regeln, Story-Inhalte und zurückkehrende Belohnungen, während Neueinsteiger eine umfangreichere Komplettversion vorfinden.

Last Rites macht Wildlands wieder überraschend aktuell

Kaum ein großes Ubisoft-Spiel erhält fast ein Jahrzehnt nach seinem ursprünglichen Erscheinen noch ein Update dieser Größenordnung. Last Rites beschränkt sich dabei nicht auf höhere Auflösung oder ein kleines Jubiläums-Paket, sondern greift tief in das eigentliche Spielerlebnis ein.

Die neue Story rund um La Llorona erweitert die Kampagne, während Ghost-Parameter und Welteinstellungen besonders für Koop- und Rollenspielgruppen interessant sind. Die Rückkehr der Predator-Mission dürfte wiederum Spieler ansprechen, die einen der bekanntesten zeitlich begrenzten Inhalte von Wildlands verpasst haben.

Technisch steht vor allem die Kombination aus 4K und 60 FPS auf PS5 und PS5 Pro im Vordergrund. Inhaltlich ist die größere Neuerung jedoch die zusätzliche Freiheit bei den Spielregeln. Für Veteranen entsteht damit ein guter Grund, noch einmal nach Bolivien zurückzukehren.