Wer düsteren Science-Fiction-Horror auf der PlayStation 5 nachholen möchte, bekommt derzeit einen ungewöhnlich günstigen Einstieg. Die physische PS5-Version von Dead Space Remake PS5 wird aktuell für 19,99 Euro angeboten. Zum Vergleich: Die Standard Edition startete auf PlayStation mit einem regulären Preis von 79,99 Euro, die monrose.de berichtet mit gamepro.de.
Der Preis ist allerdings nur ein Teil der Geschichte. Dead Space gehört zu jenen Remakes, die nicht deshalb interessant bleiben, weil das Original nostalgischen Wert besitzt. Motive Studio hat den Horror-Klassiker von 2008 technisch neu aufgebaut, seine Atmosphäre verstärkt und gleichzeitig darauf verzichtet, die grundlegende Spielidee unnötig umzuschreiben.

Dead Space für PS5 fällt auf 19,99 Euro
Aktuell kostet die physische PS5-Fassung bei Amazon Deutschland 19,99 Euro. Damit liegt das Spiel bei nur rund einem Viertel des regulären ursprünglichen Verkaufspreises der Standard Edition.
Gerade bei einem Einzelspieler-Titel dieser Produktionsklasse ist das bemerkenswert. Dead Space erschien am 27. Januar 2023 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC und wurde von Motive Studio für Electronic Arts entwickelt. Es handelt sich nicht um ein einfaches HD-Remaster, sondern um eine technisch neu aufgebaute Version des Spiels von 2008.
| Version | Plattform | Regulärer Preis / aktuelles Angebot |
|---|---|---|
| Dead Space Remake | PS5, physisch | aktuell 19,99 Euro |
| Dead Space Standard Edition | PS5, digital | regulär 79,99 Euro |
| Dead Space Deluxe Edition | PS5, digital | regulär 89,99 Euro |
| Dead Space Original | PS3 | Veröffentlichung 2008 |
Wer ausschließlich digital kauft, sollte deshalb genau vergleichen. Ein günstiger Preis für die Disc-Version bedeutet nicht automatisch, dass der Download im PlayStation Store zum selben Betrag angeboten wird.
Dead Space ist kein Spiel, das nur wegen eines niedrigen Preises interessant wird. Das Remake funktioniert auch mehr als drei Jahre nach seiner Veröffentlichung technisch und spielerisch überzeugend. Der Rabatt macht lediglich die Hürde deutlich kleiner.
Warum Dead Space auch 2026 noch so gut funktioniert
Das ursprüngliche Dead Space erschien 2008 und setzte früh auf eine Mischung aus Survival Horror, Third-Person-Shooter und Science-Fiction. Statt einer klassischen Militärfigur übernimmt der Spieler die Rolle von Isaac Clarke, einem Ingenieur.
Sein Auftrag beginnt vergleichsweise unspektakulär. Isaac reist mit einer kleinen Crew zur USG Ishimura, einem riesigen Bergbauschiff, nachdem der Kontakt zu dem Raumschiff abgebrochen ist.
An Bord zeigt sich schnell, dass aus dem Reparatureinsatz ein Überlebenskampf wird. Die Besatzung ist weitgehend verschwunden oder getötet worden, während deformierte Kreaturen durch die dunklen Bereiche der Ishimura streifen. Isaac sucht gleichzeitig nach seiner Partnerin Nicole, die sich vor dem Kommunikationsabbruch auf dem Schiff befand.
Diese Ausgangslage klingt auch 18 Jahre nach dem ersten Dead Space nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist deshalb weniger die Geschichte als deren Inszenierung.
Licht, Schatten und Geräusche machen die Ishimura gefährlich
Die größte Stärke von Dead Space liegt in der Atmosphäre. Motive Studio hat die engen Korridore, Maschinenräume und medizinischen Bereiche des Originals mit moderner Beleuchtung neu aufgebaut.
Schatten bewegen sich über Wände, Lichtquellen fallen aus und Geräusche lassen sich häufig nicht sofort lokalisieren. Metallisches Klopfen kann aus einem Lüftungsschacht stammen oder lediglich Teil der Geräuschkulisse sein. Das Spiel nutzt genau diese Unsicherheit, bevor überhaupt ein Gegner auftaucht.
Das Dead Space PS5 Remake profitiert dabei stark von moderner Hardware. Die Ishimura wirkt nicht wie eine Abfolge isolierter Räume, sondern wie ein zusammenhängender Ort. Ladeunterbrechungen zwischen einzelnen Bereichen werden weitgehend vermieden, wodurch die bedrückende Atmosphäre kaum unterbrochen wird.
Ein häufig gelobter Punkt des Remakes ist nicht die Zahl der Schockmomente, sondern die permanente Erwartung, dass jederzeit etwas passieren könnte.
Die neue Grafik macht den Horror dabei nicht automatisch effektiver, weil mehr Details sichtbar sind. Entscheidend ist, wie Beleuchtung, Nebel, Partikeleffekte und Sound zusammenspielen.
Das Kampfsystem macht Dead Space bis heute besonders
Dead Space unterscheidet sich beim Kampf deutlich von vielen gewöhnlichen Shootern. Kopfschüsse stehen nicht automatisch im Mittelpunkt.
Die sogenannten Nekromorphs lassen sich besonders effektiv bekämpfen, indem ihre Gliedmaßen gezielt abgetrennt werden. Dadurch entstehen taktische Entscheidungen während eines Angriffs. Beine können entfernt werden, um einen Gegner zu verlangsamen. Das Abtrennen bestimmter Arme reduziert wiederum dessen Angriffsmöglichkeiten.
Der Plasma Cutter ist deshalb bis heute eine der bekanntesten Waffen der Reihe. Eigentlich handelt es sich um ein Werkzeug, das Isaac aufgrund seines technischen Berufs nutzt. Im Kampf lässt sich dessen Schneidestrahl horizontal oder vertikal ausrichten.
Das Grundprinzip führt zu mehreren Besonderheiten:
- Munition sollte nicht wahllos in den Körper eines Gegners geschossen werden.
- Unterschiedliche Nekromorph-Typen verlangen eine angepasste Vorgehensweise.
- Stase kann schnelle Gegner vorübergehend verlangsamen.
- Kinese ermöglicht es, Gegenstände aus der Umgebung als Waffen einzusetzen.
- Munition und Heilmittel bleiben wertvolle Ressourcen.
- Die Position eines Gegners ist oft wichtiger als reine Feuerkraft.
Damit wirkt das Kampfsystem auch 2026 weniger austauschbar als bei vielen Actionspielen. Wer nur versucht, möglichst schnell auf die Mitte eines Gegners zu schießen, verschwendet häufig Ressourcen.
Isaac Clarke spricht im Remake erstmals selbst
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft den Hauptcharakter. Im Spiel von 2008 blieb Isaac Clarke während der Geschichte weitgehend stumm. Andere Figuren sprachen mit ihm, ohne dass er auf normale Weise an Gesprächen teilnahm.
Im Remake besitzt Isaac eine Stimme. Gunner Wright, der den Charakter bereits in späteren Teilen gesprochen hatte, übernahm die Rolle erneut. Dadurch kann Isaac auf Ereignisse reagieren, Fragen beantworten und aktiver an Gesprächen teilnehmen.
Das verändert die Geschichte stärker, als es zunächst klingt.
Der Ingenieur wirkt nicht länger nur wie eine Spielfigur, die von einem Auftrag zum nächsten geschickt wird. Seine Beziehung zu Nicole und seine Reaktionen auf die Ereignisse an Bord bekommen mehr Raum. Gleichzeitig blieb Motive vorsichtig genug, Isaac nicht permanent kommentieren zu lassen.
Für die Neuauflage war eine der schwierigsten Aufgaben offensichtlich, Isaac mehr Persönlichkeit zu geben, ohne die Isolation zu zerstören, von der Dead Space lebt.
Auch zahlreiche Dialoge wurden entsprechend angepasst. Das Remake erweitert dadurch einzelne erzählerische Zusammenhänge, ohne eine völlig neue Geschichte zu erzählen.
Original von 2008 gegen PS5-Remake
Die Unterschiede liegen nicht nur bei der Auflösung. Das Remake verändert mehrere Systeme, während die Grundstruktur des Klassikers erhalten bleibt.
| Bereich | Dead Space 2008 | Dead Space Remake |
| Hauptfigur | Isaac weitgehend stumm | Isaac spricht |
| Grafik | PS3-/Xbox-360-Technik | vollständig neu aufgebaute Grafik |
| Beleuchtung | stark für 2008 | dynamischer und detailreicher |
| Ishimura | stärker in Abschnitte geteilt | zusammenhängender aufgebaut |
| Schwerelosigkeit | eingeschränkte Bewegung | freiere Navigation |
| Sound | bereits zentrale Stärke | deutlich komplexer inszeniert |
| Nebeninhalte | stärker linear | zusätzliche Aufgaben und Details |
Motive hat damit keine radikale Neuinterpretation versucht. Der Aufbau, die Gegneridee, das Ressourcenmanagement und große Teile der Dramaturgie bleiben dem Original erkennbar verpflichtet.
Genau das war wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Das Spiel von 2008 hatte bereits ein ungewöhnlich stabiles Fundament.
Remake erhält sogar die bessere PS5-Wertung
Auch die Kritiken zeigen, wie gut die Neuauflage aufgenommen wurde. Die PS5-Version steht bei Metacritic derzeit bei einem Metascore von 89 Punkten auf Basis von 89 Kritiken.
Das ursprüngliche Dead Space erhielt auf PlayStation 3 einen Metascore von 88 Punkten. Der Abstand ist klein, aber bemerkenswert: Das Remake liegt damit selbst im direkten Bewertungsvergleich leicht vor der PS3-Version.
Dabei ist der Vergleich nicht als Beweis zu verstehen, dass jede Neuerung objektiv besser funktioniert. Kritiken aus 2008 und 2023 entstanden unter völlig unterschiedlichen technischen und spielerischen Erwartungen. Er zeigt aber, dass das neue Dead Space nicht bloß von der Reputation des Klassikers getragen wurde.
Das Remake schafft etwas, woran viele Neuauflagen scheitern. Es fühlt sich vertraut an, ohne technisch alt zu wirken. Gleichzeitig verändert es genug, um auch für Spieler interessant zu bleiben, die die Ishimura schon aus der PS3-Ära kennen.

Der Horror funktioniert ohne endlose Jumpscares
Dead Space besitzt Schockmomente, doch seine Spannung basiert nicht ausschließlich darauf. Häufig passiert mehrere Minuten lang erstaunlich wenig.
Der Spieler hört Geräusche. Türen schließen sich. In einem entfernten Korridor bewegt sich etwas. Genau diese Pausen machen spätere Angriffe effektiver.
Hinzu kommt der sogenannte Intensity Director des Remakes. Das System kann dynamisch beeinflussen, was während der Erkundung passiert, etwa Geräusche, Beleuchtung oder bestimmte Begegnungen. Dadurch verlieren bereits besuchte Bereiche einen Teil ihrer Vorhersehbarkeit.
Das verhindert ein Problem vieler linearer Horrorspiele: Sobald Gegnerpositionen bekannt sind, verschwindet beim zweiten Durchlauf ein großer Teil der Spannung.
Für wen lohnt sich das Dead-Space-Angebot?
Der aktuelle Preis macht das Spiel vor allem für drei Gruppen interessant.
Erstens für PS5-Besitzer, die Dead Space 2008 verpasst haben. Sie müssen sich heute nicht mehr mit der älteren Konsolenversion beschäftigen, um die ursprüngliche Geschichte zu erleben.
Zweitens lohnt sich die Neuauflage für Fans des Originals. Die neue Beleuchtung, die überarbeiteten Charaktere, Isaacs Stimme, die veränderte Schwerelosigkeit und zusätzliche Details sorgen dafür, dass sich die Rückkehr zur Ishimura nicht wie das bloße Wiederholen desselben Spiels anfühlt.
Drittens ist das Angebot für Spieler interessant, die Survival Horror mögen, aber bislang vor dem ursprünglichen Vollpreis zurückgeschreckt sind.
Weniger passend ist Dead Space für Spieler, die mit folgenden Elementen grundsätzlich nichts anfangen können:
- starke Horror- und Gewaltdarstellung
- bedrückende Science-Fiction-Szenarien
- Ressourcenmanagement
- wiederholte Kämpfe in engen Bereichen
- gezieltes Abtrennen von Körperteilen als zentrale Kampfmechanik
Dead Space trägt in Deutschland eine USK-Freigabe ab 18 Jahren. Das Spiel richtet sich entsprechend klar an Erwachsene.
Warum das Remake mehr als nur neue Grafik bietet
Bei vielen Neuauflagen lautet die wichtigste Frage, ob die neue Version tatsächlich nötig war. Bei Dead Space lässt sie sich leichter beantworten als bei reinen Auflösungs-Updates.
Die Dead Space Neuauflage übernimmt das bewährte Gerüst von 2008, modernisiert aber praktisch alle Bereiche, in denen das Alter des Originals heute auffallen würde. Dazu gehören Animationen, Figurenmodelle, Lichteffekte, Sound, Bewegungsfreiheit und die Präsentation der Geschichte.
Gleichzeitig bleibt das ungewöhnliche Interface erhalten. Lebensenergie wird beispielsweise direkt über Isaacs Anzug dargestellt, während wichtige Informationen als Projektionen in der Spielwelt erscheinen. Dead Space vermeidet dadurch weitgehend ein klassisches HUD, das ständig über der eigentlichen Umgebung liegt.
Diese Entscheidung verstärkt die Immersion noch heute. Der Blick bleibt auf Isaac und die Umgebung gerichtet, statt regelmäßig in mehrere Anzeigen am Bildschirmrand zu springen.
19,99 Euro machen das PS5-Remake besonders interessant
Bei einem regulären Ausgangspreis von 79,99 Euro war Dead Space zum Start ein klassischer Vollpreistitel. Der aktuelle physische Preis von 19,99 Euro verändert die Abwägung deutlich.
Für diesen Betrag gibt es eine vollständige Einzelspieler-Kampagne ohne die Notwendigkeit, das Original von 2008 zu kennen. Die Geschichte funktioniert eigenständig, und die Neuauflage führt Figuren, Spielsysteme und Hintergrundwissen neu ein.
Der niedrigere Preis ist auch deshalb attraktiv, weil Dead Space kein typischer Titel ist, dessen Wert ausschließlich von einer aktiven Online-Community abhängt. Serverpopulationen, Matchmaking-Zeiten oder saisonale Inhalte spielen für die Kampagne keine Rolle.
Das Spiel lässt sich 2026 deshalb im Kern genauso vollständig erleben wie unmittelbar nach dem Release im Januar 2023.
Dead Space bleibt eine der stärksten Horror-Neuauflagen auf PS5
Dead Space zeigt, wie ein Remake funktionieren kann, wenn die Entwickler nicht versuchen, das Original um jeden Preis neu zu erfinden. Motive Studio hat die zentralen Ideen von 2008 erhalten und genau dort modernisiert, wo neue Technik tatsächlich einen Unterschied macht.
Besonders Licht, Sound und die nahtlose Inszenierung der USG Ishimura profitieren von der PS5-Hardware. Isaacs neue Dialoge verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe, während das taktische Abtrennen der Nekromorph-Gliedmaßen noch immer ein Kampfsystem bietet, das sich von gewöhnlichen Third-Person-Shootern abhebt.
Für 19,99 Euro ist die physische PS5-Version aktuell besonders interessant. Wer Horror verträgt, Dead Space bislang ausgelassen hat oder den PS3-Klassiker nach vielen Jahren noch einmal in moderner Form erleben möchte, bekommt hier keine hastig aufgehübschte Altversion, sondern eine eigenständige, technisch aufwendig produzierte Neuauflage eines Spiels, dessen grundlegende Ideen erstaunlich wenig gealtert sind.