Apple steht vor einer ungewöhnlich umfangreichen Phase neuer Produktvorstellungen. Den Auftakt bildet das Apple Event 2026 am Mittwoch, 9. September, bei dem neue iPhones und Apple-Watch-Modelle erwartet werden. Für Zuschauer in Deutschland ist der Termin besonders bequem: Die Präsentation startet am frühen Abend, die monrose.de berichtet mit bloomberg.com.
Offiziell bestätigt sind bislang vor allem Datum, Uhrzeit und die Übertragungswege. Welche Geräte tatsächlich präsentiert werden, hält Apple traditionell bis zur Keynote zurück. Branchenberichte zeichnen jedoch ein deutlich größeres Bild: Neben neuen Pro-iPhones könnte erstmals ein faltbares iPhone im Mittelpunkt stehen, während für die folgenden Monate und Jahre weitere neue Produktkategorien vorbereitet werden.
Wann beginnt das Apple Event 2026 in Deutschland?
Apple hat die Veranstaltung für den 9. September 2026 um 10:00 Uhr Pacific Time angesetzt. Aufgrund der Zeitverschiebung beginnt die Apple Keynote in Deutschland um 19:00 Uhr MESZ. Dasselbe gilt für Österreich und die Schweiz. Apple selbst führt den Termin unter dem Motto „Surprise and shine“.
Der Stream kann über die Apple-Events-Seite, die Apple-TV-App und offiziell auch über YouTube Live verfolgt werden. Ein kostenpflichtiges Apple-TV-Abo ist dafür nicht notwendig. Wer die Präsentation nicht live verfolgen kann, kann bei Apple üblicherweise anschließend auf die Aufzeichnung zugreifen.
| Termin | Angaben für Deutschland |
|---|---|
| Datum | Mittwoch, 9. September 2026 |
| Start in Cupertino | 10:00 Uhr Pacific Time |
| Start in Deutschland | 19:00 Uhr MESZ |
| Übertragung | Apple Events, Apple TV, YouTube Live |
| Motto | „Surprise and shine“ |
Für deutsche Apple-Fans entfällt damit das nächtliche Aufbleiben, das bei manchen US-Veranstaltungen nötig ist. Um 19 Uhr beginnt die Präsentation zur besten Abendzeit. Welche der erwarteten Geräte tatsächlich auf der Bühne erscheinen, bleibt bis zum Event teilweise offen.
Faltbares iPhone könnte zum wichtigsten Produkt der Keynote werden
Im Mittelpunkt der Erwartungen steht nicht nur die nächste Generation der Pro-Smartphones. Apple soll nach jahrelanger Entwicklung sein erstes faltbares iPhone vorbereiten. Intern und in Branchenberichten wird das Modell teilweise als iPhone Ultra bezeichnet, offiziell bestätigt hat Apple diesen Produktnamen vor der Präsentation allerdings nicht.

Nach den bisher kursierenden Informationen soll das Gerät beim Zusammenklappen ungefähr die Grundfläche eines Reisepasses erreichen. Erwartet werden ein großes Display auf der Innenseite und ein kleinerer Bildschirm außen. Als technische Basis werden unter anderem ein A20-Pro-Chip und Apples eigenes C2-Modem genannt.
Besonders interessant ist das Display. Faltbare Smartphones kämpfen seit Jahren mit einer sichtbaren Knickfalte in der Mitte des Bildschirms. Apple soll an einer Konstruktion gearbeitet haben, bei der dieser Effekt deutlich weniger auffällt.
Auch bei der Ausstattung zeichnet sich eine andere Strategie als bei einem klassischen Pro Max ab. Berichten zufolge könnten eine normale Hauptkamera und eine Ultraweitwinkelkamera verbaut werden, während auf ein Teleobjektiv verzichtet wird. Zudem steht Touch ID als mögliche biometrische Lösung im Raum.
Branchenbeobachter sehen das faltbare Modell als einen wichtigen Test dafür, ob Apple einen bereits etablierten Gerätetyp so verändern kann, dass daraus eine neue Premiumkategorie innerhalb des iPhone-Portfolios entsteht.
Der Preis dürfte entsprechend hoch liegen. Im Ausgangsbericht ist von mehr als 2.000 US-Dollar die Rede. Eine offizielle Preisangabe für Deutschland gibt es vor der Vorstellung nicht.

iPhone 18 Pro und Pro Max setzen stärker auf Technik als auf Design
Neben dem faltbaren Gerät werden das iPhone 18 Pro und Pro Max erwartet. Äußerlich sollen sich die Smartphones eher evolutionär entwickeln. Neue Farbvarianten wie Hellblau und Dunkelrot werden diskutiert, größere Änderungen könnten dagegen im Inneren stattfinden.
Zu den erwarteten Neuerungen gehören:
- A20-Pro-Prozessoren der neuen Generation
- Apples C2-Mobilfunkmodem
- längere Akkulaufzeiten
- verbesserte Vapor-Chamber-Kühlung
- weitere Kamera-Upgrades
- möglicherweise eine mechanisch variable Blende bei mindestens einem Pro-Modell
Gerade eine variable Blende wäre für die Kamera interessant. Sie könnte eine präzisere Kontrolle darüber ermöglichen, wie viel Licht auf den Sensor trifft und wie stark Vorder- und Hintergrund voneinander getrennt wirken.
Die Umstellung beim Veröffentlichungsplan könnte ebenfalls bemerkenswert werden. Während die Pro-Geräte für den Herbst erwartet werden, soll das reguläre iPhone 18 nach Berichten erst 2027 erscheinen. Apple würde seine großen iPhone-Neuvorstellungen damit erstmals deutlicher über verschiedene Teile des Jahres verteilen.
Apple Watch Series 12 und Ultra 4 ebenfalls erwartet
Auch die Apple Watch dürfte bei der September-Keynote eine wichtige Rolle spielen. Bei der Apple Watch Series 12 werden neue Farben sowie Gehäusevarianten aus Keramik erwartet. Die Ultra-Reihe könnte parallel mit der Apple Watch Ultra 4 fortgesetzt werden.
Ein Schwerpunkt liegt offenbar erneut auf Gesundheits- und Fitnessfunktionen. Getestet wurde laut dem Ausgangsbericht unter anderem eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung, die nicht nur bei Trainings aktiv wäre, sondern den ganzen Tag laufen könnte.
Die Hardware im Inneren soll zudem besser für Apples neue KI-Funktionen vorbereitet sein. Das betrifft insbesondere eine stärker KI-basierte Version von Siri.
Damit würde Apple eine Entwicklung fortsetzen, die sich durch mehrere Produktgruppen ziehen soll: Neue Prozessoren werden nicht nur wegen höherer Geschwindigkeit benötigt, sondern zunehmend auch, um lokale KI-Funktionen auf dem Gerät auszuführen.
AirPods 5, Apple TV und HomePod mini könnten folgen
Für die AirPods 5 wird eine Aktualisierung des günstigeren Kopfhörersegments erwartet. Geplant sein sollen erneut eine klassische Version sowie ein Modell mit aktiver Geräuschunterdrückung.
Nicht verwechselt werden sollten diese Kopfhörer mit einem deutlich ungewöhnlicheren AirPods-Projekt. Apple entwickelt Berichten zufolge Earbuds mit integrierten Kamerasensoren für visuelle KI-Funktionen. Diese Variante soll jedoch erst später erscheinen.
Auch Apple TV und HomePod mini stehen auf der Liste möglicher Aktualisierungen. Bei beiden Produkten wären äußerlich nur kleine Änderungen zu erwarten. Schnellere Chips könnten allerdings die Grundlage für neue Siri- und KI-Funktionen schaffen.
| Produkt | Erwartete Neuerung | Zeitraum laut Berichten |
|---|---|---|
| Faltbares iPhone | faltbares Display, A20 Pro, C2-Modem | 2026 |
| iPhone 18 Pro | A20 Pro, Kamera- und Akku-Upgrades | 2026 |
| Apple Watch Series 12 | neue Gesundheitsfunktionen | 2026 |
| AirPods 5 | neue Basis- und ANC-Version | 2026 |
| iPad mini | erstmals OLED | Ende 2026/Anfang 2027 erwartet |
| MacBook mit Touch-OLED | Touchscreen und OLED-Display | später |
| Apple Smart-Home-Hub | Bildschirm, Siri AI, FaceTime | kommende Monate |
Die Liste zeigt zugleich, weshalb das September-Event nur als Startpunkt einer größeren Gerätewelle betrachtet wird. Nicht sämtliche Produkte dürften am 9. September präsentiert werden.
OLED-iPad mini und Touch-MacBook markieren größere Veränderungen
Unter den weiteren Geräten, die Apple laut Brancheninformationen entwickelt, sticht ein neues iPad mini heraus. Es soll erstmals ein OLED-Display erhalten. Dadurch wären tiefere Schwarztöne, höhere Kontraste und eine andere Bilddarstellung möglich als bei klassischen LCD-Panels.
Noch größer wäre der Schritt beim MacBook Pro. Apple soll an Notebook-Modellen mit Multitouch-Bildschirm arbeiten. Das wäre eine Abkehr von der bisherigen Strategie, Macs und iPads bei der Bedienung deutlich voneinander zu trennen.
Für diese Geräte werden 14- und 16-Zoll-Versionen mit OLED-Technik erwartet. Auch ein Designelement ähnlich der Dynamic Island des iPhones wird in den Berichten genannt. Die Benutzeroberfläche soll parallel stärker auf Touch-Eingaben vorbereitet werden.
Bei Apple wäre ein Touch-MacBook keine gewöhnliche Modellpflege. Das Unternehmen hat direkte Touch-Bedienung bei Mac-Notebooks über Jahre vermieden und stattdessen das iPad als Touch-Plattform positioniert.
Ob und wann ein solches MacBook tatsächlich verkauft wird, entscheidet sich erst mit einer offiziellen Vorstellung. Der Bericht macht jedoch deutlich, dass Apple über deutlich größere Veränderungen beim Mac nachdenkt als nur neue Prozessorgenerationen.
Smart-Home-Hub soll eine neue Geräteklasse eröffnen
Eine weitere neue Produktkategorie könnte ein zentraler Bildschirm für das vernetzte Zuhause werden. Beschrieben wird ein ungefähr sieben Zoll großes, quadratisches Display, das auf einem Nachttisch stehen oder an einer Wand befestigt werden könnte.
Das Gerät soll Widgets, Uhren, Apps und Smart-Home-Steuerung anzeigen und zugleich FaceTime ermöglichen. Eine Kombination aus Gesichtserkennung und Siri soll Inhalte auf die jeweilige Person abstimmen, die vor dem Bildschirm steht.
Damit könnte Apple erstmals einen direkten Konkurrenten zu Smart Displays anderer großer Technologiekonzerne anbieten.
Langfristig geht das Projekt offenbar noch weiter. Für spätere Jahre wird sogar eine Variante mit einem etwa neun Zoll großen Display und einem beweglichen Roboterarm beschrieben. Sie könnte den Bildschirm automatisch zu einer Person drehen und stärker auf Gespräche sowie Videoanrufe reagieren.
Smart Glasses und AirPods mit Kameras für 2027 im Gespräch
Noch ungewöhnlicher sind die Projekte, die für 2027 und danach genannt werden. Apple soll an smarten Brillen ohne eigenes Display arbeiten. Der Ansatz erinnert eher an intelligente Kamera- und Audio-Brillen als an eine klassische Augmented-Reality-Brille.
Mögliche Funktionen umfassen:
- Musik hören
- Telefonate führen
- Fotos und Videos aufnehmen
- Umgebung mithilfe von KI analysieren
- visuelle Hinweise mit dem iPhone verknüpfen
AirPods mit Kamerasensoren sollen ähnliche Aufgaben übernehmen können. Denkbar sind Hinweise auf Basis erkannter Gegenstände, kontextbezogene Navigation und Informationen zur Umgebung. Die Sensoren dieser Kopfhörer wären den Berichten zufolge nicht primär für klassische Foto- oder Videoaufnahmen vorgesehen.
Apple arbeitet damit offenbar an mehreren Möglichkeiten, visuelle KI in den Alltag zu integrieren. Nutzer müssten dafür nicht zwingend ständig ein Smartphone in der Hand halten.
Die eigentliche Veränderung in Apples Produktstrategie könnte deshalb größer sein als eine einzelne neue iPhone-Form. Smartphone, Kopfhörer, Brille und Smart-Home-Geräte sollen zunehmend dieselben KI-Funktionen nutzen. Das September-Event dürfte zeigen, wie weit Apple bei diesem Umbau bereits ist.
Für 2027 ist ein Jubiläums-iPhone geplant
Das Jahr 2027 hat für Apple besondere Bedeutung: Dann jährt sich die Einführung des ersten iPhones zum 20. Mal. Entsprechend wird an einem größeren Designwechsel gearbeitet.
Berichten zufolge könnte das Jubiläumsmodell gebogenes Glas rund um die Kanten erhalten und deutlich schmalere Displayränder bieten. Es wäre damit eines der umfangreichsten Redesigns seit dem iPhone X.
Parallel soll bereits eine zweite Generation des faltbaren iPhones entwickelt werden. Dass ein Nachfolger früh getestet wird, würde zeigen, dass Apple die neue Bauform nicht nur als einmaliges Experiment betrachtet.
Weitere geplante Aktualisierungen betreffen MacBook Air, iPad Air, iPad Pro und Apple Pencil. Besonders OLED-Technik soll in immer mehr Produktreihen Einzug halten.
Was beim Apple Event wirklich bestätigt ist
Vor einer großen Apple-Keynote vermischen sich Leaks, Prognosen und offizielle Informationen schnell. Für Zuschauer ist deshalb eine klare Trennung entscheidend.
Sicher bestätigt sind Datum und Beginn des Events: Mittwoch, 9. September 2026, 10 Uhr Pacific Time beziehungsweise 19 Uhr in Deutschland. Apple nennt die Veranstaltung „Surprise and shine“ und überträgt sie über eigene Kanäle sowie YouTube Live.
Welche iPhones, Watches oder anderen Geräte dort tatsächlich präsentiert werden, wird erst während der Keynote endgültig feststehen. Besonders hohe Erwartungen richten sich auf das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das erste faltbare iPhone. Aktuelle Berichte sehen die Veranstaltung zugleich als Auftakt einer ungewöhnlich umfangreichen Produktphase, die Apple bis 2027 und darüber hinaus beschäftigen könnte.
Wer die Keynote in Deutschland live verfolgen möchte, sollte sich daher Mittwoch, den 9. September 2026 um 19:00 Uhr vormerken. Die Übertragung lässt sich direkt über Apple Events, die Apple-TV-App oder YouTube Live ansehen; danach wird klar sein, welche der zahlreichen erwarteten Geräte bereits marktreif sind und welche noch länger auf sich warten lassen.